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Kultur & Ratspräsidentschaft

Die Kultur als Grundelement des Charakters eines jeden Mitgliedsstaates hat zur Herausbildung der europäischen Identität beigetragen. In Zypern, das am Kreuzweg dreier Kontinente und am östlichen Ende der europäischen Kultur im Mittelmeer liegt, sind viele Völker zusammengekommen und  und in seiner Geschichte sind die Kulturen verschmolzen. Daher kommt der Geschichte der Insel im Kulturkalender ein  Ehrenplatz zu.

Ausstellungen der Abteilung Altertümer Zyperns

Im Rahmen der Vermittlung der langen und abwechslungsreichen Geschichte Zyperns organisiert die Abteilung Altertümer (zuständig für die antiken Stätten und die Museen der Insel)  vier Ausstellungen im Ausland und eine in Zypern, die am 18.Mai anlässlich der Feierlichkeiten zum Weltmuseumstag eröffnet wurde.

In diesen Ausstellungen werden Aspekte der zyprischen Geschichte von der prähistorischen Zeit bis in die letzten Jahre gezeigt. Die Exponate stammen nicht nur aus Zypern, sondern auch aus anderen Museen im Ausland. Außerdem organisieren einige zyprische Botschaften im Ausland (Ägypten, Australien) während der Ratspräsidentschaft verschiedene  Ausstellungen.

„Antikes Zypern: Kulturen im Dialog“

Königliche Museen für Kunst und Geschichte , Brüssel, 30.10.2012 – 27.02.2013
Die Ausstellung befasst sich mit der Kultur Zyperns von der prähistorischen Epoche bis zum Ende der römischen Epoche. Es werden einmalige Exponate von Ausgrabungen zu folgenden thematischen Einheiten gezeigt: Geologie und Ressourcen der Insel und Handel mit/Kontakt zu anderen Völkern, Alltag mit besonderem Schwerpunkt Metallurgie, Meer, Menschen der Insel, selbst die Physiognomie und die Art, mit der die Kunst sie abbildet, Siedlungen und Urbanisierung, Schrift usw. In der Ausstellung sind  verschiedene bedeutende Exponate aus dem Britischen Museum, dem Ashmolean-Museum in Oxford und den meisten belgischen Museen zu sehen. Es gibt ebenfalls interaktive Bildungsprogramme und Kurzfilme zu einigen dieser thematischen Einheiten.

„Mittelalterliches Zypern“

Louvre, Paris, 26.10.2012-28.01.2013
Im Louvre werden bedeutende Exponate aus zahlreichen Museen in Zypern und Frankreich von der frühchristlichen Epoche bis zum Ende der venezianischen Epoche ausgestellt. Es handelt sich um eine lange Phase mit vielen bedeutenden historischen Ereignissen, die durch Exponate aus Architektur und Religion, wie Ikonen und anderen Kultobjekten aus verschiedenen Zeiträumen, mit besonderem Augenmerk auf die Technik und die verschiedenen Einflüsse, veranschaulicht werden.

 

„Aphrodite, Göttin des Mittelmeers“

Palazzo del Quirinale, Rom 7.10.2012-07.01.2013
Der Aphrodite-Kult ist wegen der Beziehung Zyperns zum Götterkult ein beliebtes Thema. Der Kult der großen Göttin, sei es der Göttin der Fruchtbarkeit (schwangere/stillende Mutter) oder später  der Göttin der Schönheit und der Liebe, war im Ergebnis des Einflusses aus Griechenland, ein bedeutender Aspekt der zyprischen Kultur. Es werden bekannte Exponate aus zyprischen Museen ausgestellt, welche die Formen des Kultes und den Einfluss auf die verschiedenen Epochen von Orient bis Okzident, von der prähistorischen bis zur römischen Epoche zeigen.

„Die Stadt des Goldes: die Archäologie von Polis Chrysochous“,

University Princeton, New Jersey, 20.10.2012-20.01.2013
In der Ausstellung an der Universität Princeton in den USA stehen die jüngsten Ausgrabungen im Königreich Marion Arsinoe im heutigen Polis Chysochous, das sich im Westen der Insel befindet, im Mittelpunkt. Während der Ausstellung werden auch Funde früherer Ausgrabungen an diesem Ort gezeigt, die von der Abteilung Altertümer und die schwedische Expedition durchgeführt wurden.

„anThrOPOS: Gesichter Zyperns von der Vorgeschichte bis zum 20.Jahrhundert“

Archäologisches Museum, Nikosia,  18.05.2012-18.01.2013
Die Abteilung Altertümer organisiert im Ausstellungssaal des Zypernmuseums eine Ausstellung mit dem Titel „anThrOPOS”. Der Hauptteil der Ausstellung widmet sich der Abbildung von menschlichen Gesichtern vom akeramischen Neolithikum (7.Jahrtausend v.Chr.) bis zur römischen Epoche. Von diesen völlig schematischen und abstrakten Gesichtern aus Choirokoitia (eine der ältesten Siedlungen, die in Zypern entdeckt wurden) bis  zu den römischen Porträts zeigt diese Ausstellung die vielfältigen Formen, mit denen das menschliche Gesicht dargestellt wird, aber auch den Gedanken der Gesichtsidentität im Laufe der Jahrhunderte.  Gleichzeitig wird der Versuch unternommen, der Archäologie ein zugänglicheres und lebendigeres Gesicht zu geben. Neben den antiken Exponaten werden auch ausgewählte Porträtfotografien (1933-1956) gezeigt, die Porphyrios Dikaios, Leiter der Abteilung Altertümer (1960-1963) aufgenommen hat. Zur Ausstellung gehört ebenso ein audiovisuelles Werk, das  durch die Ausstellungsexponate inspiriert ist.

Lesen Sie mehr über die Ausstellungen und alle anderen Kulturveranstaltungen, die während der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft stattfinden, unter diesem Link.