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Sport

Ein europäisches Erbe

Sport ist die größte Bürgerbewegung in Europa und der einzige Bereich, in dem der Großteil der europäischen Bürgerinnen und Bürger engagiert ist. Daher können sowohl Europa als auch die Mitgliedsstaaten nur vom Sport profitieren. Um das in die Tat umzusetzen, müssen wir die Zusammenarbeit im Sport zwischen den Mitgliedsstaaten und der Union, aber auch untereinander ausbauen, um so die europäische Dimension des Sports zu schaffen.

Unter der zyprischen Ratspräsidentschaft werden Anstrengungen unternommen, um dieser Idee einen Schritt näher zu kommen.  Während der Präsidentschaft werden sowohl die sozialen Aspekte des Sports als auch seine wirtschaftliche Dimension so angesprochen, wie sie die Kommission in ihrem Weißbuch für Sport beschrieben hat.

  • Unter dem Programm der Kommission "Erasmus für alle und Sport" verfügt der Sport über eigene Unterprogramme und ein gesondertes Budget, damit die soziale Rolle des Sports gestärkt und der Breitensport unterstützt wird.

  • Angesichts der Zunahme der sitzenden Lebensweise der Europäer, der  Fettleibigkeit und des steigenden Alters der Bevölkerung in unserer Union kann der Sport etwas für eine gesündere, kreativere und aktivere Bevölkerung tun und somit einen erheblichen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Strategie Europa 2020 leisten. In diesem Sinne wird die Einführung eines europäischen Tages bzw. einer europäischen Woche des Sports vorgeschlagen.

  • Die wenigen Belege, die uns im Moment zur Verfügung stehen, zeigen, dass der Sport zwischen 1,5% und 2% zur gesamten Wertschöpfung in der Europäischen Union beiträgt. Dieses wirtschaftliche Potential des Sports kann genutzt werden, um Wirtschaftswachstum und Beschäftigung auszubauen. Weitere Anstrengungen werden unternommen, um die evidenzbasierte Politik im Sport zu stärken.

  • Die zunehmende Kommerzialisierung des Sports scheint in Verbindung mit der rasanten Entwicklung der Online-Sportwetten trotz aller positiven Effekte zum Anstieg der Spielabsprachen beigetragen zu haben. Dieses Problem bedroht auf massive Weise das größte Kapital des Sports, seine Integrität. Die zyprische Ratspräsidentschaft wird die Arbeit der ungarischen, der polnischen und der dänischen Präsidentschaften in diesem Bereich fortsetzen. Während des "EU-Sportforums", das am 19. und 20. September 2012 in Nikosia stattfinden wird, werden Bemühungen unternommen, um mit der Sportbewegung eine gemeinsame Erklärung im Kampf gegen die Spielabsprache zu erteilen.

  • Die Haltung der EU zur Revision des internationalen Standards der WADA in Bezug auf die internationale Anti-Doping-Arbeit wird koordiniert werden. Außerdem wird das Augenmerk auf die steigende Bedrohung durch Doping im Freizeitsport gelegt und der von der dänischen Präsidentschaft begonnene Dialog dazu fortgesetzt werden.