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Pressemitteilung - Die zyprische Ratspräsidentschaft brachte die Schlussfolgerungen zu Jugend und Sport erfolgreich voran
27.11.2012, 20:32 (CET)
Die Prioritäten der zyprischen Ratspräsidentschaft in den Bereichen Jugend und Sport wurden umgesetzt, als die Mitgliedsstaaten ihre volle Unterstützung für die Fragen zusagten, die heute, am 27.November, Gegenstand der Diskussionen auf der Sitzung des Rates für Jugend und Sport in Brüssel waren. Zu Themen im Jugendbereich nahm der Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport (EYCS) eine Entschließung zur Überprüfung des strukturierten Dialogs mit jungen Menschen über die Beteiligung der Jugend am demokratischen Leben in Europa, Schlussfolgerungen über die Beteiligung und Einbeziehung der Jugend mit Fokus auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, sowie den gemeinsamen Bericht des Rates und der Kommission für 2012 über die Implementierung des überarbeiteten Rahmens für die europäische Zusammenarbeit im Jugendbereich für den Zeitraum 2010-2018 an. Auf der Nachmittagssitzung, die dem Sport gewidmet war, begrüßten die Minister den Vorschlag zur Einführung einer „Europäischen Woche des Sports“ und nahmen die Schlussfolgerungen des Rates zu einer evidenzbasierten Sportpolitik und zur Gesundheitsförderung durch körperliche Betätigung sowie zum Doping an. Alle Themen gehörten zu den Prioritäten der zyprischen Ratspräsidentschaft.

Auf der Vormittagssitzung am Dienstag, dem 27.November, nahmen die Minister eine Entschließung zur Überprüfung des strukturierten Dialogs mit jungen Menschen über die Beteiligung der Jugend am demokratischen Leben in Europa an.

Jungendbeteiligung

Die Entschließung markierte den Abschluss des zweiten Zyklus des strukturierten Dialogs, der als Forum für eine kontinuierliche gemeinsame Reflexion über die  Prioritäten, die Umsetzung und Nachbereitung von europäischen Kooperationen im Jugendbereich, die Einbeziehung verschiedener Gruppen von Jugendlichen und Jugendorganisationen in Beratungen auf allen Ebenen der Mitgliedsstaaten, auf den EU-Jugendkonferenzen und während der Europäischen Jugendwoche dienen soll. Die vorliegende Entschließung wertet daher die Erfolge des aktuellen Arbeitszyklus aus, schließt die Schlüsselbotschaften der gemeinsamen Empfehlungen ein und setzt Prioritäten für den nächsten Arbeitszyklus.

Im Anschluss daran erfolgte die Annahme des gemeinsamen Jugendberichts für 2012 und der Schlussfolgerungen über die Beteiligung und soziale Einbeziehung der Jugend mit Fokus auf junge Menschen mit Migrationshintergrund.

„Die zyprische Ratspräsidentschaft hat die Jugend in den Mittelpunkt ihrer Prioritäten gestellt“, sagte der zyprische Minister für Bildung und Kultur, unter dessen Vorsitz die Ratssitzung stattfand. Herr Demosthenous ergänzte, dass „Fragen wie die soziale Einbeziehung und Beteiligung der jungen Menschen weit oben auf der Tagesordnung unserer Diskussionen während der Arbeit der Ratspräsidentschaft stand und die Themen Bestandteil der abschließenden Schlussfolgerungen des aktuellen Rates der EU-Minister für Jugendfragen sind”.

Eine Orientierungsaussprache fand vor der Ratssitzung am Morgen statt und war der sozialen Einbeziehung von Jugendlichen vor dem Hintergrund der Diversität, Mobilität und Migration gewidmet. Jugendliche Interessenvertreter tauschten ihre Ansichten über mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Politik zur Verbesserung der sozialen Einbeziehung aller jungen Menschen auf der Grundlage von gegenseitigem Verständnis und Achtung aus.

Der EU-Jugendbericht 2012, der während der Sitzung angenommen wurde, legt neue Statistiken darüber vor, wie die Jugend in der Europäischen Union durch die Wirtschaftskrise beeinträchtig ist und bietet Argumente für eine Annäherung auf allen Ebenen an die Umsetzung des überarbeiteten Rahmens für die Jugendpolitik.

Die „Europäische Woche des Sports“

Angesichts der allgemeinen Besorgnis über die geringe körperliche Betätigung der EU-Bürger schlug die Ratspräsidentschaft die Einführung einer europäischen Woche des Sports vor, die Kinder und Jugendliche dazu bewegen könnte, durch Sport körperlich aktiver zu sein. Der Vorschlag wurde von allen Interessenvertretern für Sport positiv aufgenommen. Die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Jugend und Mehrsprachigkeit, Androulla Vassiliou, unterstützte gemeinsam mit den Ministern den Vorschlag und erklärte, dass „es jetzt unsere Aufgabe ist, sie richtig zu organisieren“ und fügte hinzu, dass „wir es zu einer Woche der Einbeziehung machen sollten, die allen Menschen, die keine Möglichkeiten haben, Sport zu treiben, die Gelegenheit dazu bietet“.

Auf der Nachmittagssitzung, die dem Sport gewidmet war, nahmen die EU-Minister für Sport die Schlussfolgerungen des Rates zur Stärkung der evidenzbasierten Sportpolitik und zur Förderung von gesundheitsfördernder körperlicher Betätigung an. Die Schlussfolgerungen der Ratspräsidentschaft zur Bekämpfung der Manipulierung von Sportergebnissen wurden angenommen.

Die Internationale Antidoping-Agentur (WADA)

Außerdem designierte der Rat die drei EU-Vertreter im Stiftungsrat der Internationalen Antidoping-Agentur (WADA) für den Zeitraum ab 1.Januar 2013. Es sind die Minister Leo Varadkar, Romain Schneider und  Alexandre Miguel Mestre aus  Ireland, Luxemburg bzw Portugal.

Die Internationale Antidoping-Agentur (WADA), die bereits seit 1999 besteht, ist eine Körperschaft des privaten Rechts, auch wenn die Hälfte der Mitglieder des Stiftungsrates aus Regierungsvertretern besteht. Der europäische Kontinent besitzt fünf Vertreter, von denen drei aus der EU stammen. Die drei EU-Vertreter arbeiten nach dem Prinzip der „Troika“, wobei ihre Amtszeit in Einklang mit der EU-Ratspräsidentschaft alle 18 Monate wechselt. Um diesem Problem zu begegnen hat die Entschließung des Rates vom November 2011 neue Arrangements für eine stärkere Kontinuität bei der  Vertretung der EU-Mitgliedsstaaten getroffen, die am 1.Januar 2013 in Kraft treten.

Dies war die einzige Sitzung des Rates für Bildung, Jugend, Kultur und Sport (EYCS) im Rahmen der zyprischen Ratspräsidentschaft und alle Schlüsselfragen wurden erfolgreich behandelt und abgeschlossen, was die EU-Kommissarin Androulla Vassiliou in ihren Erklärungen bekräftigte. Sie ergriff zum Abschluss des Rates und bei der Pressekonferenz vor der Nachmittagssitzung im Namen der Kommission das Wort und gratulierte der zyprischen Ratspräsidentschaft und Herrn Demosthenous zur sehr erfolgreichen Ausübung der Ratspräsidentschaft und alle Minister der vier Ratskonfigurationen begrüßten die geleistete Arbeit.