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NACHRICHTEN

Pressemitteilung - Betriebswirtschaftliche Grundsätze und Aktionspläne zu Treibhausemissionen in Vorbereitung
21.12.2012, 11:47 (CET)
Der Ausschuss der ständigen Vertreter (COREPER I) bestätigte heute, Freitag den 21. Dezember, das endgültige Kompromisspaket zu betriebswirtschaftlichen Grundsätzen und zu Aktionsplänen zu Treibhausgasemissionen und Gasen, entstanden durch Aktivitäten der Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF), welches ein Ergebnis des Trilogs vom 13. Dezember 2012, zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament, ist.  

Es wird erwartet, dass die erste Lesung offiziell im Laufe des nächsten Jahres ratifiziert wird und gehört zu den wichtigen Themen für den zukünftigen Rat. Das Dossier war von höchster Priorität für die Zyprische Präsidentschaft und die Europäische Kommission, und das Ergebnis langer und schwieriger Verhandlungen.

Der vorgeschlagene Beschluss etabliert  betriebswirtschaftliche Grundsätze für Treibhausgasemissionen und des Abbaus solcher Gase im Forst- und landwirtschaftlichen Sektor, die letzten großen Sektoren ohne EU-weit geltende Regelungen.

Wälder und landwirtschaftliche Nutzflächen machen mehr als dreiviertel des Gebietes der EU aus und speichern eine große Menge an Kohlenstoff, und verhindern so dessen Freisetzung in die Atmosphäre, was sie besonders bedeutend macht für die Klimapolitik. Bei Steigerung der Speicherkapazität von Kohlenstoff um nur 10 Prozentpunkte – beispielsweise durch bessere Wald- und Grünlandbewirtschaftung – würde die jährliche Emission von 10 Millionen Autos aus der Atmosphäre gebunden.  

Obwohl Emissionen und Gase durch LULUCF auf der UNFCCC dargestellt und durch das Kyoto Protokoll teilweise ausgewiesen wurden, wurde dieser Bereich aus den EU Klimaverpflichtungen zum Energie- und Klimapaket ausgelassen auf Grund schwerwiegender Mängel in internationalen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen der durch diesen Sektor verursachten Emissionen.  

Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist es, solide und umfassende betriebswirtschaftliche Grundsätze für LULUFC zu etablieren und zukünftige politische Entwicklungen hin zu einer vollständigen Integration von LULUFC in die Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unter richtigen Konditionen ermöglichen.

In diesem Sinn, bedeutet die Entscheidung die Etablierung eines Rahmenwerkes für:

•  allgemeine betriebswirtschaftliche Grundsätze, die angewandt werden müssen,

             •  spezifische betriebswirtschaftliche Grundsätze für Aufforstung,    Wiederaufforstung, Vermeidung von Entwaldung, Waldbewirtschaftung, Änderungen bei der Holzernteproduktgruppe,  Ackerwirtschaft, Weidewirtschaft, Begrünung, Trockenlegung und Rücknässung.   

              •  Bilanzierungspflicht der Mitgliedsstaaten betreffend die Treibhausgasemissionen aus Quellen und der Abbau solcher Gase durch Senken, verbunden mit landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Aktivitäten im LULUFC Sektor und freiwillige Offenlegung für Begrünung Trockenlegung und Rücknässung.

               •  die Grundsätze der Rechnungslegung bei natürlichen Störungen usw.

Presidency Spokesperson in Brussels
Marianna Karageorgis

Coreper I

Email: mkarageorgis@pio.moi.gov.cy
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