DAS IST EIN ONLINE-ARCHIV DER WEBSEITE DER ZYPRISCHEN RATSPRÄSIDENTSCHAFT 2012. DIESE WEBSEITE WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT.
 
Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz steht weit oben auf der Agenda der EU, denn er verfügt sogar über eine eigene Rechtsgrundlage. Diese Rechtsgrundlage soll der Schaffung eines umfassenden und effektiven  Katastrophenschutzsystems dienen, wie es das Stockholmer Programm vorsieht, das sich auf zwei Grundprinzipien stützt: auf die Verantwortung der Mitgliedsstaaten, ihre Bürger zu schützen und auf die gegenseitige Solidaritätsbekundung, wenn die nationalen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder wenn mehr als ein Mitgliedsstaat von einer Katastrophe betroffen ist. Der Europäische Rat hat seine Absicht, eine Strategie zur Katastrophenprävention bei gleichzeitiger Verbesserung der Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit zu entwickeln, deutlich bekundet.

In den letzten Jahren hat die Welt enorme Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Katastrophen erlebt und die EU-Mitgliedsstaaten sind davon betroffen. Die Infrastruktur, Interdependenzen und komplexe Notfälle haben gezeigt, dass das Risiko ohne internationale und regionale Zusammenarbeit nicht effektiv eingedämmt werden kann. Die zyprische Ratspräsidentschaft bemüht sich um eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten, besonders zwischen denen, die gemeinsamen Gefahren ausgesetzt sind, damit die Reaktionszeit verringert, die Effektivität der EU-Aktionen erhöht und Lücken auf nationaler Ebene geschlossen werden. Diesbezüglich sollte ein besonderes Augenmerk auf die Umsetzung der Prinzipien der Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit gelegt werden, um zu gewährleisten, dass die EU-Aktionen die wirklichen Bedürfnisse und bestehenden Lücken auf nationaler Ebene berücksichtigen.

Darüber hinaus erkennt die zyprische Ratspräsidentschaft den großen Wert und den Nutzen von  Freiwilligen bei Hilfsaktionen und bei der Rehabilitationsarbeit im Zuge schwerer Katastrophen und humanitärer Krisen und bemüht sich um eine verstärkte Förderung der Freiwilligenbewegung.