DAS IST EIN ONLINE-ARCHIV DER WEBSEITE DER ZYPRISCHEN RATSPRÄSIDENTSCHAFT 2012. DIESE WEBSEITE WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT.
 
Gesundheit
  • Das gesunde Altern als Ansatz zur Gewährleistung der Gesundheit älterer Menschen stellt ein wesentliches Ziel der europäischen Gesundheitspolitik 2008-2013 dar. Diese Frage beschäftigte bereits die vergangenen Ratspräsidentschaften und führte zu einer Reihe von Erkenntnissen, darunter dem  Nachweis der unmittelbaren Beziehung zwischen gesundem Altern und dem Einsatz von Präventivprogrammen sowie der Gesundheitsförderung bereits im Kindesalter.

    Angesichts der Tatsache, dass 2012 zum europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität der Generation ausgerufen wurde, will die zyprische Ratspräsidentschaft unter Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftskrise und der Alterung der Bevölkerung, auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, die Struktur der Pflegedienste und die Verringerung der Investitionen zur Kostensenkung im Gesundheitssektor zu überdenken. Durch geplante Aktionen wird die Ratspräsidentschaft ihre Tätigkeiten in diesem Bereich weiter ausbauen, Verbesserungsmaßnahmen ergreifen, die das gesunde Altern als kontinuierlichen Prozess darstellen, der die Umsetzung von Präventivprogrammen und Programmen zur Gesundheitsförderung erfordert.

    Eine wesentliche Rolle bei diesen Bemühungen spielen unter anderem die interdisziplinären Ansätze, die Einbeziehung der Betroffenen und der Gemeinden und deren Umsetzung von den ersten Phasen über den gesamten Zeitraum bis zu den letzten Lebensphasen im Laufe des Lebens eines Menschen.

    Weiterführende Links:

    Europäisches Jahr des aktiven Alterns

    European Innovation Partnership on Active and Healthy Ageing

    Europa 2020

    Health Strategy

    Health Programme 2008 - 2013

  • Die Bekämpfung ernsthafter Bedrohungen für die Gesundheit auf grenzüberschreitender Grundlage stellt sowohl für die Mitgliedsstaaten als auch für die EU ein wichtiges Thema dar. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Notwendigkeit zur Stärkung der Fähigkeit besteht, die notwendigen Mechanismen der Zusammenarbeit  für alle Arten der grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen zu entwickeln, sowie die Aspekte der Prävention und der Kommunikation mit aufzunehmen. Im Dezember 2011 verabschiedete  die Europäische Kommission den Gesetzesentwurf über die Bekämpfungsmaßnahmen bei  ernsthaften, grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen. Hauptziele des Gesetzesentwurfs sind der wirksame Schutz der Europäer vor einem breiten Spektrum von Gesundheitsbedrohungen, wie chemische, biologische und umweltbedingte, sowie die Möglichkeit einer koordinierten Reaktion im Falle einer Krise.

    Die zyprische Ratspräsidentschaft wird unter Berücksichtigung dieser Initiative der Kommission, aber auch der Tatsache, dass eine Zusammenarbeit nicht auf die Ebene der EU beschränkt bleiben darf, sondern auch benachbarte Drittländer und internationale Organisation einschließen muss, ihre Aktivitäten  in diese Richtung fortführen. Angesicht dessen werden die Förderung des Dialogs über diesen konkreten Vorschlag sowie Aktivitäten zur Förderung der regionalen Dimension der gesundheitlichen Sicherheit im Fokus stehen.

    Weiterführende Links:

    Proposal for a decision of the European Parliament and of the Council on serious cross-border threats to health

  • Die zyprische Ratspräsidentschaft misst der Tatsache, dass die Organspende und -transplantation eine Tat des Altruismus und der gesellschaftlichen Solidarität darstellt, große Bedeutung zu und erkennt, dass in Europa ein großer Mangel an menschlichen Organen für Transplantationszwecke herrscht. Deshalb ist sie bemüht, die Frage der Organspende und -transplantation europaweit zur Diskussion zu stellen, insbesondere durch die Aufforderung zu koordinierten Aktivitäten in diesem Bereich. Die Europäische Kommission unternimmt, um den Herausforderungen im Bereich der Organspenden und -transplantationen zu begegnen, Schritte zur Etablierung eines Mechanismus zur Unterstützung der Koordination und der Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten. Zu diesem Zweck wurden ein entsprechender Gesetzesrahmen sowie das Aktionsprogramm für die Organspende und -transplantation für den Zeitraum 2009-2015 vorgelegt. Die Zwischenauswertung der Umsetzung des Aktionsplans wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2012 abgeschlossen sein.

    Angesichts dieser Tatsachen plant die zyprische Ratspräsidentschaft die Veröffentlichung der relevanten Schlussfolgerungen des Rates, die sowohl die Mitgliedsstaaten als auch die Europäische Kommission und die anderen EU-Institutionen zu koordinierten Aktionen, zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die Bedeutung der Organspende und -transplantation, sowie zur Deckung von Entwicklungsprogrammen in diesem Bereich aus EU-Fonds auffordert.

    Weiterführende Links:

    Organspende und Organtransplantation

  • Als Pharmakonvigilanz wird die Gesamtheit der Aktivitäten zur ständigen Kontrolle und Bewertung der Sicherheit eines pharmazeutischen Produkts  nach dessen Erscheinen auf dem Markt und die Feststellung potentiell seltener und schwerwiegender Reaktionen bezeichnet. Wesentliches Ziel der Pharmakovigilanz ist die dauerhafte Evaluierung der Beziehung zwischen Nutzen und Gefahr aller genehmigten pharmazeutischen Produkte. Der Rechtsrahmen der Pharmakovigilanz für Arzneimittel, die auf dem EU-Markt angeboten werden, wird durch die Verordnung (EG) über pharmazeutische Produkte, die zentral verabschiedet  wird, und durch die Richtlinie 2001/83/EG, für Arzneimittel, die auf nationaler Ebene verabschiedet wird, geregelt (einschließlich derer, die durch die gegenseitige Anerkennung und dezentralisierte Verfahren verabschiedet wurden). Im September 2010 stimmte das Europaparlament der Abänderung der Richtlinie 2001/83 und der Verordnung 726/2004 über die Pharmakovigilanz (Verordnung 1235/2010 und Richtlinie 2010/84) zu, um den Patienten eine höhere Sicherheit zu bieten und folglich die öffentliche Gesundheit zu schützen, zu fördern und zu verbessern.

    Weiterführende Links:

    The EU pharmacovigilance system

  • Die klinischen Studien betreffen Untersuchungen an Menschen und bezwecken die Feststellung oder die Bestätigung von Ergebnissen zu einem oder mehreren Prüfpräparaten. Die Anforderungen an die Durchführung klinischer Studien in der EU werden durch die Richtlinie 2001/20/EG des Europaparlaments und des Rates, geändert durch die Richtlinie 2005/28/EG, geregelt. Die  Europäische Kommission gab in ihrer Mitteilung vom 10.Dezember 2008  an das Europaparlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zum Thema „Sichere, innovative und erschwingliche Arzneimittel: eine neue Vision für die Arzneimittelindustrie“ die anstehende Bewertung der Umsetzung der Richtlinie für klinische Studien bekannt. Diese Evaluierung betrifft unter anderem Optionen zur Verbesserung der Funktionalität der besagten Richtlinie, damit gegebenenfalls, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der globalen Dimension der klinischen Studien, Gesetzesvorschläge vorgelegt werden. Im Februar 2011 begann ein öffentlicher Dialog auf der Grundlage eines Impulspapiers zur Überarbeitung der Richtlinie 2001/20/EG und der Vorschlag zum überarbeiteten Gesetz steht noch aus, das die Durchführung von klinischen Studien regelt und mit dem sich die Arbeitsgruppe „ Arznei- und medizintechnische Produkte“ des Rates während der zyprischen Ratspräsidentschaft befassen wird.

    Weiterführende Links:

    Clinical Trials

  • Die Kommission kündigte in ihrem Arbeitsprogramm für das Jahr 2011 die Revision der Richtlinie 89/105/EWG an. Die Richtlinie soll die Transparenz der Maßnahmen der Mitgliedstaaten gewährleisten, um die Preise und Subventionierung von pharmazeutischen Produkten zu kontrollieren. Die Richtlinie beeinträchtigt die nationale Politik im Zusammenhang mit der Preisgestaltung und die Organisation der Sozialversicherungssysteme nur soweit, wie es für die Gewährleistung der Transparenz notwendig ist. Die Generaldirektion Unternehmen und Industrie führte im ersten Halbjahr 2011 einen öffentliche Dialog sowie die Analyse zu den Auswirkungen der Revision der Richtlinie 89/105/EWG durch. Im März 2012 stimmte die Kommission dem Vorschlag zur Richtlinie des Europaparlaments und des Rates über die Transparenz der Maßnahmen zur Preisgestaltung von Arzneimitteln für den menschlichen Konsum und deren Einbeziehung  in den Bereich der öffentlichen Krankenversicherungssysteme sowie der Aufhebung der Richtlinie 89/105/EWG zu.

    Ziel der vorgeschlagenen Richtlinie ist die Vereinfachung der Verfahren und die Ablösung der Richtlinie 89/105/EWG, die den komplizierten Verfahren bei der Preisgestaltung und Subventionierung in den Mitgliedsstaaten nicht länger gerecht wird. Der Vorschlag zur Richtlinie wurde in der Arbeitsgruppe „Arzneimittel und medizintechnische Produkte“ des Rates während der dänischen Ratspräsidentschaft zur Erörterung vorgelegt und die zyprische Ratspräsidentschaft wird diesen Dialog sowohl auf Ratsebene als auch im Europaparlament fortsetzen.

    Weiterführende Links:

    Pricing and reimbursement of Medicinal products

  • Die drei Richtlinien zu medizintechnischen Produkten sollen dem  Schutz der Gesundheit, der Sicherheit der EU-Bürger sowie dem ordnungsgemäßen  Funktionieren des Binnenmarktes dienen. Die Ergebnisse des öffentlichen Dialogs über eine mögliche Revision der Richtlinien zu medizintechnischen Produkten, die im Mai 2008 begann,  zeigen die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Reform, damit der geltende EU-Rechtsrahmen auf diesem Gebiet vereinfacht und verstärkt wird und den steigenden Anforderungen der EU-Bürger gerecht wird. Außerdem haben die jüngsten Fälle mit Brustimplantaten und Metall-Hüftgelenksprothesen gezeigt, dass die verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten zum Schutz der Gesundheit der Patienten notwendig ist. Die zyprische Ratspräsidentschaft wird im Rat den Dialog über den Vorschlag der Europäischen Kommission aufnehmen.

    Weiterführende Links:

    Medical Devices